Rad Race 120 OneTewnty Logo schwarz weiß

Rad Race 120
in Sonthofen

Bergzeitfahren am Samstag

Im Bergzeitfahren am Samstag wird der Startblock für das Rennen am Sonntag ausgefahren. Im Abstand von einer halben Minute rollt jedes Team gemeinsam von der Startrampe hinunter, um sich nach wenigen Metern an der sausteilen Rampe hinauf zum Bildstöckle abzuarbeiten. Es ist also einiges los – auf der Strecke, aber auch daneben. Die Stimmung ist mega, Gänsehaut macht sich schnell breit. Und noch viel schneller ist man auch breit, denn der Modus hier auf den 4,14 km mit durchschnittlich 9 Prozent Steigung lautet „all-out“. Alles kann passieren: Krampf, Kraftschwund oder Kettenriss. Deshalb weiß jeder, er muss alles geben. Denn aus jedem Team werden die drei schnellsten Zeiten addiert; damit wird der Startblock für Sonntag festgelegt. Und wirklich alle geben alles! In der Mittagshitze überholt man knallrote, keuchende Laktat-Liebhaber, am Rand übergibt sich ein Überambitionierter bereits in der ersten Kurve und auch wir holen wirklich alles aus uns raus und kommen völlig grau im Ziel an. Es braucht einige Minuten bis die Hand-Mund-Koordination wieder funktioniert und die gereichte Flasche Wasser den Körperkern abkühlt. Das war wirklich hart. Leichtgewicht und Jungspund Manuel kippt nach 15:23 Minuten im Ziel in die Absperrung, ich „trecker“ 110 Sekunden später ins Ziel, André mit 5 Sekunden dahinter. Alle sind wir am Ende „done & dusted“ und getoastet zugleich. Well done Männer, Platz 39 in der Teamwertung reicht am Ende ganz knapp nicht für den ersten Startblock. Am Ende völlig egal, denn dieses Bergzeitfahren landet in meiner Gunst am Ende ganz vorne. 

4,14 km // 365 HM

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Team-Radrennen am Sonntag

Um 6:45 Uhr wird die Meute am nächstem Tag auf die Strecke losgelassen. Eigentlich sollen die ersten 6 Kilometer neutralisiert aus Sonthofen hinausgehen. Doch neutral ist auf den ersten Kilometern gar nix, das Tempo ist gleich abnormal, Neutralisation scheißegal. Mit 40 km/h schießt das Feld raus aus Sonthofen, Manuel und ich mit 50 km/h minutenlang am Feld vorbei um weiter nach vorne zu kommen. Beim Einstieg in den Sausteig haben wir eine gute Gruppe gefunden. Die attackiert kurz danach auch den Rohrmoossattel. Auch Cathi Rossmann ist dabei. Dann folgt das Highlight der Riedbergpass. 5,4 Kilometer bei 9,5 % Anstieg im Schnitt. Das Feld zieht sich auseinander, auch Manuel zieht davon. In der Abfahrt schaffe ich 96,1 km/h, das hatte ich lange nicht mehr. Ich robbe mich wieder an eine Gruppe heran, bevor er zum zweiten Mal in die Schleife mit Sausteig und Rohrmoossattel geht. Der Zieleinlauf hinauf zur Gondelstation ist noch mal fies, für einige zu gemein. Die Sanitäter müssen im Ziel einige Finisher auf ihren wackligen Velo-Beinen auffangen. Nach 3:47:42 Std. kämpfe ich mich ins Ziel. 5 Minuten hinter Manuel, 3 Minuten hinter Cathi Rossmann und 7 Minuten vor André. Damit landen wir am Ende auf einem annehmbaren 50. Platz in der Gesamtwertung dieser Renn-Premiere, die 2024 hoffentlich ihre Fortsetzung findet. Team Schranz 04 Racing wird wieder dabei sein.

125,51 km // 2.072 HM

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